Aktuelles - In der Stadthalle wird platt geschwätzt- Oberwambach - 25.11.2012

In der Stadthalle wird platt geschwätzt.

Mundarterzählungen und Mundartgedichte erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit.

Am Donnerstag, den 29. November 2012, um 20.00 Uhr, findet ein Kulturabend statt, an dem eine ganze Reihe solcher Mundartgedichte vorgetragen werden.
Es sind Gedichte von Karl Ramseger-Mühle, dem Heimatdichter den viele von seinem Roman „Die Gräfin von Sayn“ her kennen. Karl Ramseger hat aber auch eine große Anzahl Gedichte in Mundart verfasst.

Kritiker vertraten schon 1933 die Meinung „Seine Lieder reichen wegen der Einfachheit und Innigkeit an die besten Schöpfungen der Lyrik“ und Professor Dr. Hanns-Josef Ortheil schreibt: „Karl Ramsegers Gedichte sind kostbare, poetische Miniaturen und wunderbare lyrische Skizzen in einem unverwechselbaren und einzigartigen Westerwaldton“.
Der Arbeitskreis für Heimatgeschichte & Brauchtumspflege e.V. hat nun mit Hilfe von einheimischen und sprachkundigen Leuten, aus dem Nachlass von Karl Ramseger, den die Besitzerin Frau Roswitha Thomas bereit stellte, eine Doppel CD mit dessen Gedichten erstellt.

Die Sprecher, die vorwiegend aus Oberwambach und Fluterschen stammen und den Dialekt noch beherrschen, werden in der Stadthalle etliche Gedichte daraus vortragen. Es sind heitere und besinnliche Gedichte, die für den Zuhörer einen Ohrenschmaus darstellen. Ramseger versteht es, mit seinen Gedichten den Leser oder Zuhörer in seinen Bann zu ziehen.
Wenn man ein Gedicht über „De Müll zu Wannmich“ hört, in dem der Werdegang der Mühle in Oberwambach beschrieben wird, meint man im Hintergrund das Geräusch des Wasserrades zu hören oder im Gedicht „Wann et kleppt“, vermeint man die Leute zu erleben, wie sie sich fragen, warum wird die Glocke angeschlagen. Jedes Gedicht wird so zu einem Erlebnis. denn man meint, bei dem erzählten Ereignis dabei zu sein. Manche Gedichte bringen einen auch zum Schmunzeln oder Lachen, so z.B. bei „De Festred“ die nicht gelingen will und bei der sich die Frau einmischt.

Eine weitere Mundartgeschichte wird Walter Ochsenbrücher aus Heupelzen mit „De Wäller Dorfmusikanten“ zum Besten geben.
Es wird ein unterhaltsamer Abend werden, bei dem auch musikalische Beiträge, unter anderem von Zitherspielern der „Herdorfer Stubenmusik“ zum Vortrag kommen.

Die Cd`s werden nach dem 1. Dezember im Buchhandel, bei verschiedenen Geschäften und Banken, sowie bei den Mitgliedern des Arbeitskreises erhältlich sein.

Zusätzlich wird es ein Heft geben, in dem Roswitha Thomas die zahlreichen Gedichttexte zusammengefasst hat und das auch käuflich zu erwerben ist-

Dieter Sommerfeld

 

 

 

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